Tragik jenseits moralischer Argumentation.
Diese Seite versammelt ein fortlaufendes Projekt zu Giacomo Puccinis Frauenfiguren.
Im Zentrum stehen nicht Moral, Schuld oder psychologische Vereinfachungen, sondern Haltungen: Formen innerer Konsequenz, die sich nicht verhandeln lassen – und gerade deshalb tragisch werden.
Mimì. Tosca. Cio-Cio-San. Suor Angelica.
Vier Figuren, vier radikale Arten, in der Welt zu sein. Keine von ihnen scheitert primär an Irrtum oder Verfehlung, sondern an der Unvereinbarkeit zwischen innerer Ordnung und äußerer Wirklichkeit.
Agliastri al ciel versteht Oper als Denkraum:
essayistisch, psychologisch, dialogisch.
Texte, Gespräche und Kritiken treten hier in Beziehung – mit Sängerinnen, mit Inszenierungen, mit der Gegenwart.
Das Projekt ist bewusst offen angelegt.
Es will nicht abschließen, sondern präzisieren.
Nicht erklären, sondern hörbar machen, was auf der Bühne oft nur gespürt wird.
Agli astri, al ciel ist kein Archiv und kein Blog.
Es ist der Versuch, Oper ernst zu nehmen – als Kunstform, in der sich existentielle Fragen bündeln: über Nähe, Verzicht, Treue, Gewissheit, Hoffnung.
Was geschieht, wenn eine Haltung keinen Raum mehr findet?
Was bleibt, wenn nichts mehr verhandelt werden kann?